Bauherrschaft: Hotel The Capra | Baujahr: 2014 bis 2016

Hotelgarten The Capra in Saas-Fee

Auf 1800 Metern über Meer, inmitten der Walliser Alpen, entstand mit Nicole Fischer der Garten des Hotels The Capra. Er nimmt die alpine Landschaft, die Holzarchitektur und die umliegenden Lärchen- und Föhrenwälder auf und wird zu einer ruhigen Erweiterung des Hauses.

Aufgabe

Das luxuriöse Hotel wurde von den neuen Eigentümern sorgfältig saniert und um einen modernen Bau erweitert. Der ursprüngliche Charakter der 1970er-Jahre, etwa die typische braune Balkonfassade, blieb bewusst erhalten. Diese Haltung sollte sich im Garten fortsetzen: Der Aussenraum war so zu gestalten, dass er Architektur, alpine Landschaft und den Anspruch des Hauses zu einer Einheit verbindet.

Herausforderung

Auf 1800 Metern gibt das Klima den Rahmen vor: Die Bepflanzung musste der alpinen Höhenlage standhalten und zugleich das ganze Jahr über wirken, vom Sommer bis in den schneereichen Winter. Zudem galt es, die Grenze zwischen den umgebenden Lärchenwäldern und dem Garten aufzulösen, sodass beide ineinander übergehen.

Ergebnis

Das Farbkonzept des Gartens greift die warmen Naturtöne der alten Fassade auf. Keramiktöpfe von Atelier Vierkant, bepflanzt mit Föhrenkissen, und massgefertigte Blumenkästen entlang der Hauptfassade setzen saisonale Akzente, von floraler Frische im Sommer bis zu festlicher Stimmung im Winter.

Die Bepflanzung spiegelt die alpine Vegetation: grossflächig gesetzte Zwergföhren in Kissenform, ergänzt durch Solitärkoniferen und mehrstämmige Gehölze wie die Vogelbeere, dazu Weiden, Hartriegel und Fingersträucher. Dazwischen setzen Alpenstauden wie Alpen-Mannstreu und Feuerlilie feine Farbnuancen, eine Hommage an die Vielfalt der Bergflora. Panoramafenster, Balkone, Sonnenterrasse und Liegewiese öffnen den Blick in die Landschaft und machen den Garten zur Erweiterung des Hauses.

Stimme zum Projekt

«Heute wirkt der Garten ruhig, geerdet und stimmig – ein alpiner Rückzugsort, der sowohl die stille Besinnung als auch die sanfte Begegnung mit der Natur fördert. Gäste verweilen im Freien, nutzen den Raum für morgendliche Bewegung, geniessen ihn als Teil ihrer Wellness-Reise und sprechen oft von seiner beruhigenden Atmosphäre. Der Garten ist zu einem festen Bestandteil unseres Storytellings geworden, von den Peak-Health-Ritualen bis zu saisonalen Erlebnissen. Intern hat er unsere Identität gestärkt; nach aussen hat er unser Ortsgefühl gestärkt und die emotionale Verbindung unserer Gäste zu The Capra vertieft.»

Bauherrschaft

Weitere Projekte

Entdecken Sie bereits realisierte Projekte von Daniel Auderset – von Vorgärten bis zum weitläufigen Anwesen. Jeder Garten entsteht neu aus einem Ort und für die Menschen, die in ihm leben.

Fachbegriffe nachschlagen

In den Beiträgen tauchen immer wieder Fachbegriffe auf. Im Glossar finden Sie diese kurz und verständlich erklärt.